Das Ende der Souveränität

Die ungarische Außenpolitik hat eine radikale Kehrtwende vollzogen. Die souveränistische Ausrichtung wich einem föderalistischen Denken, in dessen Geist sich Budapest nahtlos in einen europäischen Mainstream einfügt, der global gesehen zunehmend marginalisiert und gefährlich aggressiv agiert. Damit schränkt die Regierung ihren eigenen außenpolitischen Handlungsspielraum ein – am markantesten zeigt dies sich im Wandel der ungarisch-russischen Beziehungen. Ein Meinungsbeitrag von Gábor Stier – aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.