Hassfabrik und Lynchstimmung: Ungarns Gesellschaft im Erregungszustand
Fast ein halbes Jahr nach den Wahlen kommt die ungarische Gesellschaft immer noch nicht zur Ruhe. Sie lechzt nach Blut und will die ikonischen Figuren des gestürzten Systems am Nasenring durch die Manege führen. Diese bürgerkriegsähnliche Stimmung wird von der neuen Machthaber-Riege kontinuierlich geschürt. Damit lässt sich – zumindest vorerst – von den Mängeln der Regierungsarbeit ablenken und die langsam schmelzende Beliebtheit trotz erster Krisen konservieren. Ein Meinungsbeitrag von Gábor Stier – aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.
- Hirdetés -
